Die indische Rupie (INR), symbolisiert durch ₹, ist die offizielle Währung Indiens — dem bevölkerungsreichsten Land der Welt und der fünftgrößten Volkswirtschaft nach nominalem BIP. Herausgegeben von der Reserve Bank of India (RBI), wird die Rupie in verschiedenen Formen seit über 2.500 Jahren verwendet.
Die INR operiert unter einem verwalteten Wechselkurssystem: Die RBI legt keinen festen Kurs fest, greift aber regelmäßig in die Devisenmärkte ein, um übermäßige Schwankungen zu begrenzen. Indiens große und wachsende Wirtschaft, sein Status als bedeutender IT-Exporteur und die umfangreichen Überweisungen der Diaspora prägen die globale Dynamik der Rupie.
Das Wort Rupie leitet sich vom Sanskrit rūpya ab, was "bearbeitetes Silber" bedeutet. Die erste Rupie wird Sher Shah Suri zugeschrieben, der um 1540 eine Silbermünze namens Rupiya prägte. Diese Münze wurde zur Grundlage des Währungssystems des Mogulreichs und der britischen Kolonialzeit.
Unter britischer Herrschaft wurde die Rupie standardisiert. Nach der Unabhängigkeit 1947 erbte Indien dieses System. Die Dezimalisierung erfolgte 1957. Ein moderner Wendepunkt war die Demonetisierung im November 2016: Premier Modi zog abrupt alle ₹500- und ₹1000-Scheine aus dem Verkehr — 86% des Bargeldumlaufs in Indien.
Die Reserve Bank of India (RBI), gegründet am 1. April 1935, ist Indiens Zentralbank und Währungsbehörde. Sie ist zuständig für Währungsausgabe, Verwaltung der Devisenreserven, Bankenregulierung und Geldpolitik. Ihr primäres Mandat ist Preisstabilität bei gleichzeitiger Wachstumsorientierung.
Das Monetary Policy Committee (MPC) tagt sechsmal jährlich, um den Repo-Satz festzulegen. Indiens große informelle Wirtschaft, struktureller Inflationsdruck und hohe Ölimportabhängigkeit machen die Aufgabe der RBI besonders komplex.
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